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| Airbus-Kläger "Unsere Grundstücke verlieren an Wert" Berliner Zeitung Wirtschaft 21. Februar 2001 www.heitfeld.biz storydesk@heitfeld.biz |
HAMBURG, 20.
Februar. "Der Lärm, die Kerosinbelastung. Hier soll
innerstädtisch ein zweiter Flughafen gebaut werden", sagt Wilhelm
von Buddenbrock verärgert zur Airbus-Werkserweiterung. Der
56-Jährige Hamburger Unternehmensberater wohnt seit 24 Jahren im
noblen Hamburger Stadtteil Nienstedten - am Nordufer der Elbe - und
bangt um seine Lebensqualität. Buddenbrock gehört einer
Klägergemeinschaft von 227 Familien an, die vor Gericht den Ausbau
des Werkes für den Riesenflieger A380 verhindern wollte. Die
Lärmbelästigung ärgert ihn besonders. Schon heute
würden die Flugzeuge in 60 bis 70 Meter Höhe über sein
Haus fliegen, sagt er. Nach dem Ausbau seien es nur noch bis 45 Meter,
da die Startbahn in die Elbe hinein verlängert wird. "Mein Dorf wird
zerstört", sagt Obstbäuerin Gabi Quast (41) aus dem
Anbaugebiet "Altes Land" am Südufer der Elbe, wo einige 100
Obstbauern von der Werkserweiterung betroffen sind. Starts und Landungen
spielten sich nur 250 Meter von der Kirche entfernt ab. "10 000
Flugbewegungen pro Jahr - durchschnittlich 35 pro Tag zwischen sechs und
22 Uhr - also alle 30 Minuten ein großes Flugzeug", klagt die
Obstbäuerin. Das sei ein unerträglicher Dauerlärmpegel.
Außerdem verlören die Grundstücke in Neuenfelde an Wert,
so dass viele der weniger gut betuchten Menschen erst recht nicht
wegziehen könnten. "Wieso ging das Ganze nicht nach Rostock-Laage",
fragt sie. "Dort hat man sich auch um das Projekt beworben. Und dort
werden keine Anbauflächen zerstört." Dass der
Werksausbau neue Arbeitsplätze bringt, will Buddenbrock nicht
bestreiten: "Das Arbeitsplatzargument ist ein ganz wichtiges!",
räumt er ein. "Aber es muss auf seine Stichhaltigkeit hin
überprüft werden." Insgesamt sei von 2 000 neuen
Arbeitsplätzen im Werk die Rede plus 2 000 bei Zulieferbetrieben im
Umland. Addiere man die indirekte Subventionierung der
Arbeitsplätze durch öffentliche Gelder für die
Werkserweiterung plus Kosten für die Zuschüttung des
Mühlenberger Lochs und Schaffung von Ausgleichsflächen, dann
werde jeder der 2 000 direkten Arbeitsplätze mit 650 000 Mark
bezuschusst. Für die
Kläger steht fest: Sie ziehen vors Bundesverfassungsgericht
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