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Deutsch
unterrichten
weltweit


Wer im Ausland lehren will,
muss nicht immer Pädagoge sein.


Süddeutsche Zeitung
Lernen
21. Januar 2003

Der Tagesspiegel
Karriere & Beruf
27. April 2003

Die Welt
Karriere
26. April 2003

Hamburger Abendblatt
Beruf & Bildung
17. Mai 2003

Frankfurter Rundschau
Studium & Beruf
25. Oktober 2003








Deutschlehrerin am Gymnasium? Das wollte die Dagmar Giersberg nie werden. Was sie als Studentin wollte, war reisen – nach Indien, Frankreich, Südkorea. Weil ihr aber für solche Trips das nötige Kleingeld fehlte, kam sie auf die Idee, sich Praktika im Auland zu suchen, zum Beispiel als Lektorin für Deutsch in Südkorea. Aus ihren Erfahrungen entstand das Buch: „Deutsch unterrichten weltweit“. Giersbergs Fazit für alle, die gern für eine Weile in einem anderen Land leben möchten und sich in der Rolle des Lehrers sehen können:
Man muss nicht unbedingt Deutschlehrer mit
zwei Staatsexamen sein, um im Ausland unterrichten zu können.

"Es gibt unterschiedlichste Wege, Profile und Perspektiven, wie man sich als Deutschlehrer im Ausland durchschlägt", berichtet auch der Hamburger Christian Guksch, der viele Jahre lang als Lektor für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Afghanistan, Ägypten und Kirgisitan unterwegs war. Aber: " Man muss seinen Weg selber finden". Ob bei Privatstunden für Geschäftsleute, Lektorentätigkeit an der Uni, Nachhilfe für schwache Schüler oder klassisches Unterrichten an Schulen – Die Voraussetzungen und Wege zum Lehrerposten im Ausland sind nicht immer exakt definiert. Im Einzelfall sind Geduld, Recherche, Mut zum Risiko und ein Quentchen Glück vonnöten.

Dagmar Giersberg, die Germanistik und Romanistik in Bonn und Toulouse studierte,  zeigt in ihrem Ratgeber solche Wege durch das Dickicht auf – mit Erfahrungsberichten von Lektoren, zum Beispiel aus Norwegen, Japan oder den USA sowie mit einer umfangreichen Sammlung aus Adressen, Buchtipps und Websites für Jobs weltweit. Ein Germanistikstudium ist zwar eindeutig von Vorteil, auch die Zusatz-Ausbildung „Deutsch als Fremdsprache“ hilft Lehrenden in spe. Wer andere Fremdsprachen studiert und ein Philologendiplom in der Tasche hat, hat ebenfalls Pluspunkte. In manchen Fällen reicht es sogar, deutscher Muttersprachler zu sein. Der DAAD macht Ausnahmen vom Germanistendiplom in Ländern, wo die Stellen schwierig zu besetzen sind. Für einen Lektorenposten in Sibirien oder Schwarzafrika mag es mitunter ausreichen, wenn man Slawistik oder Afrikanistik mit entsprechenden Schwerpunkten studiert hat. Zusatzkurse „Deutsch als Fremdsprache“ lassen sich an der Uni oder schneller,  aber dafür teurer - am Goethe-Institut nachholen. "Je interessanter und besser bezahlt die Jobs, die angeboten werden, desto mehr Qualifikation wird verlangt", so Giersberg. Die besten Verdienstchancen für Lehrer hat die Autorin in Japan und Korea ausgemacht

 

Weltweit lernen derzeit 20 Millionen Menschen Deutsch. Der Löwenanteil der Lerner lebt in osteuropäischen Ländern wie Polen, Ungarn, Tschechien und in Russland  - ob fürs Studium in Deutschland, für die Arbeit in deutschen Unternehmen, für die Kommunikation mit der großen (deutschsprachigen) Liebe oder für das Ziel, deutsche Klassiker und wissenschaftliche Texte im Original lesen zu können. Die spannendste Erfahrung mit den Studenten war für Giersberg der Versuch, die fremden Kulturen und deren Menschen besser zu verstehen. Das war für die Autorin besonders in Südkorea eine faszinierende Herausforderung, wo sie von den meisten jungen Leuten gleich beim ersten Kontakt mit recht intimen Fragen – jedenfalls aus ihrer deutschen Sicht – konfrontiert wurde.  “Sind Sie verheiratet? - Wieso schminken Sie sich nicht?“. – “Ich mich stets sehr fremd in Südkorea”, sagt Dagmar Giersberg, “und das wiederum führte dazu, dass ich mich viel stärker mit meiner eigenen Kultur, Geschichte und Identität als Deutsche beschäftigt habe”, sagt die 32jährige Bonnerin, die inzwischen Unterrichtsmaterialien für den DAAD entwickelt und an ihrer Dissertation schreibt. 

BIRGIT HEITFELD 

 

 








Dagmar Giersberg:
Deutsch unterrichten weltweit.(Bertels-
mann, Bielefeld, 232 S., € 14,90).





Deutscher Akademischer

Austauschdienst
www.daad.de
 
www.lehrer-nach-
amerika.de


Council on International Educational Exchange
www.councilex
change.de


Deutsch-Frz. Jugendwerk
www.dfj.de

Institut für Auslandsbeziehungen
www.ifa.de

Carl-Duisberg-Centren
www.cdc.de

www.auswaertiges-amt.de

Praktika in Übersee für
Studierende, Graduier- te, Berufstätige, Arbeitslose

www.interswop.de

 

 

 

 



 













 






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