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Chile & Co. |
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| Europas schwindender Einfluss in Lateinamerikas Ökonomie Ibero-Amerika-Tag der deutschen Wirtschaft in Hamburg "Economía Chile" November 2003 Birgit Heitfeld storydesk@heitfeld.biz |
Größere
Chancen für Kooperationen mit deutschen Unternehmen sieht
Bousquets zum Beispiel im Weinbau. Drei Prozent der chilenischen Weine
würden nach Deutschland exportiert, skizzierte der Attaché
bei einem
Gläschen argentinischem Trichet. „Viele europäische Winzer
kommen nach Chile, um sich zu engagieren, aber in der Hausptsache
Franzosen, Spanier und Italiener. „Wo bleiben die deutschen Winzer?“ Entwicklungspotenzial
gebe es ebenfalls in den Zulieferfirmen für Bergbau in Chile, wo
Deutsche sich mit ihrer Kompetenz engagieren könnten. Ein Vorbild
liefert Siemens. Das Unternehmen installierte im Norden Chiles bei der
Kupfermine „Los
Pelambres“ ein 12,7 Kilometer langes Förderband, das
von den Anden in 2.300 Meter Höhe bis ins Tal reicht und neben dem
Rohstoff-Direkt-Transport auch noch Strom erzeugt. Solche
Förderbänder könnten auch von mittelständischen
Firmen in Sachsen produziert werden, meint Bousquets nach einem
Besichtigungstermin in dem östlichen Bundesland, wo er die Arbeit
solcher "Flicktrupps per Hubschrauber" kennengelernt hat. Cristián
Lizana, LanChile-Vertreter und Manager für
Firmenkundenaquise in Deutschland und Österreich, warb auf dem
Ibero-Amerika-Tag 2003 im "Direktmarketing-Verfahren" für neue
Geschäftskunden, die auf LanChile umsteigen können und
verwies auf die zahlreichen Auszeichnungen als Lateinamerikas beste
Airline. Auch der
europäische Luftfahrtkonzern EADS ist dabei, Aufträge bei den
Chilenen zu akquirieren. Zum einen geht es um ein
Grenzüberwachungssystem für den Norden des Landes, wo aus
Peru
und Bolivien illegale Einwanderung und Drogenschmuggel Probleme
bereiten. "Über das Vorhaben, ein Projekt von 40 bis 50 Millionen
Dollar, wird Ende 2004 entschieden", sagt Hans Ilou, der im Bereich
"Business Development" für EADS in Lateinamerika verantwortlich
zeichnet, am Rande des Iberoamerikatages. "Wir haben gerade eine Studie
für die chilenische Polizei angefertigt, denn diese ist für
die Grenzüberwachung zuständig." Bei einem zweiten Projekt,
um das EADS sich ebenfalls bewirbt, geht es um einen Auftrag über
rund 16 Millionen Dollar. Die Aufgabenstellung: Auf der Werft in
Talcahuano sollen drei von vier Fregatten für die chilenische
Armada gebaut werden, die vierte Fregatte in dem Land, wo das
bewerbende Schiffbau- "Chile ist im
Bereich IT sowie in punkto Konzeption sehr stark", lobte Bodo
Liesenfeld, dessen Unternehmen Rohde und Liesenfeld in der Logistik
mit chilenischen Firmen kooperiert. Doch gebe es in dem
südamerikanischen Land teilweise
sehr konservative gesetzliche Regelungen, die die Tätigkeiten
für internationale Unternehmen erschweren, meint der Hamburger
Unternehmer. Wirtschaftsattaché Bousquets konterte, dass Chile
sich aktiv um Abhilfe bemühe - zum Beispiel mit einem
"Doppelbesteuerungs- abkommen", das gerade mit der Bundesrepublik
ausgehandelt wird. |
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