Milliarden-
Auftrag für
Airbus
"Nicht kleckern,
klotzen!" heißt
die Devise bei der
Fluggesellschaft
Emirates aus Dubai
Hamburger Abendblatt
9. September 2003
Birgit Heitfeld
storydesk@heitfeld.biz
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Wenn man bei Airbus-Pressesprecher
Theodor Benien
in seinem Büro am anderen Elbufer anruft, um die aktuelle
Einkaufsliste
der Herrscherdynastie Al Maktoums aus Dubai, Besitzer der
Fluggesellschaft "Emirates", zu erfragen, kann man seinen
entrückten
Blick förmlich erahnen. Der Grund: Das Auftragsvolumen des
Hamburger
Airbus-Werks für alle Airlines und Leasing-Gesellschaften umfasst
derzeit 1600 Flugzeuge, davon haben allein Emirates 110 Stück
geordert.
Nach Angaben des Sprechers handelt es sich allen 110 Flugzeugen um
Festbestellungen mit Kaufzusage.
Den Löwenanteil dieser Großbestellung machen die 43
Flugzeuge vom Typ
A380 aus. Nach einer anfänglichen Order von 22 dieser
Großraumjets, die
ab 2006 fliegen sollen, hatte Emirates im Juni nachgelegt und bei der
Airshow in Le Bourget nahe Paris weitere 21 der Mega-Maschinen
bestellt. Zusammen mit 18 Flugzeugen vom Typ A340-600 und zwei Airbus
A340-500 beschaffte die Airline dem europäischen Flugzeugbauer in
Le
Bourget den größten Einzelauftrag seiner Geschichte
über eine Summe von
12,5 Milliarden US-Dollar. Im Gesamt-Bestellpaket der 110er-Order
befinden sich auch 28 Airbus A330 sowie acht A 310 plus fünf A300.
"Technische Performance und guter Preis haben den Ausschlag für
eine
starke Ausrichtung der Emirates-Flotte auf Airbus gegeben, sagt Henry
Hasselbarth, Regionalmanager für Nordeuropa. Für das
Hamburger
Airbus-Werk bedeutet dieser Auftrag auch ein großes Prestige -
vor
allem, was den A380 angeht. Während aus Toulouse die Flugzeuge an
Kunden aus fast allen Regionen der Welt ausgeliefert werden
dürfen, so
die Arbeitsteilung beim europäischen Luftfahrtkonzern, sind die
Hanseaten dagegen "nur" in der "Repräsentationspflicht" für
Kunden aus
Europa und dem Mittleren Osten, also auch für investitionsfreudige
Großkunden aus Dubai.
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